Der Text für meinen ersten Liebesroman ist fertig, das Buchcover in der letzten Überarbeitungsphase. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie stolz ich bin, mein Vorhaben in die Tat umgesetzt zu haben. Denn obwohl ich schon mein Leben lang immer wieder Texte geschrieben und dafür auch sehr viel positives Feedback bekommen habe, habe ich vor einem Langformat wie einem Liebesroman noch immer gehörigen Respekt.

Was letztlich dennoch dazu geführt hat, dass ich es nun getan habe und mein erster Liebesroman kurz vor der Veröffentlichung steht, habe ich euch in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

1. Ich warf alle Zweifel über Bord und fing einfach an.

Der Aspekt, der mich am meisten bei dem Vorhaben bremste, waren meine eigenen Zweifel daran, es wirklich bis zum Ende durchziehen zu können. Man könnte es auch psychologisch ausdrücken und sagen: Mir fehlte der Glaube an meine eigene Selbstwirksamkeit.

Mit Selbstwirksamkeit ist der Glaube daran gemeint, die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu besitzen, mögliche Schwierigkeiten und Probleme auch lösen zu können. Dazu gehört ein ganzes Bündel von Überzeugungen. Zum Beispiel:

  • das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit,
  • der Glaube, einer Aufgabe gewachsen zu sein sowie
  • eine realistische, nicht negativ verzerrte Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen.

Wer sich seinen „blinden Flecken“ stellt und sich von seinen Selbstzweifeln eben nicht mehr hemmen lässt, der wagt sich auch an Aufgaben heran, die Mut erfordern und die er bisher gescheut hat.

Ich kann jeden, der diese hemmenden Gefühle kennt, nur ermuntern, einen Perpektivwechsel vorzunehmen. Ein Coach kann dir beispielsweise helfen, deine defizitäre Denke in einen Blick zu verwandeln, der auf die Möglichkeiten fokussiert ist. Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, da muss jeder für sich den richtigen Weg finden. Es macht so viel Spaß, Neues zu lernen und sich auszuprobieren. Trau dich ruhig mal, neue Wege zu gehen. Es lohnt sich!

Oft ist die Verwirklichung deiner Vision nur eine Entscheidung von dir entfernt.

2. Ich las viele Blogartikel und holte mir Tipps von anderen.

Um meine eigene Vision für mich greifbarer zu machen, habe ich schon vor einiger Zeit angefangen, bestimmte Blogs und Social-Media-Kanäle intensiv zu verfolgen und mich in Facebook-Gruppen zu tummeln, in denen ich Gleichgesinnte vermutete. Vernetzung hat viele Vorteile. Ein Vorteil ist die Tatsache, dass du von den Erfahrungen anderer profitieren kannst und so vermeidest, ähnliche Fehler wie sie zu wiederholen.

An dieser Stelle möchte ich stellvertretend zwei Adressen nennen, bei denen ich sehr lohnenswerte Tipps und Inhalte vorgefunden habe, die mir bei meinem Vorhaben geholfen haben.

Lesetipp 1: Die Selfpublisherbibel

Auf seinem Blog „Selfpublisherbibel“ gibt der Physiker und Journalist Matthias Matting sein Wissen weiter. Er selbst zählt zu den erfolgreichen Self-Publishing-Autoren und hat über die Jahre viele Erfahrungen gesammelt. Auch ich habe hier auf Anhieb spannende Artikel gefunden, als ich mich zum Thema eBooks schlau machte. Die ausführliche Navigationsleiste links führt dich zuverlässig zu deinem Stichwort, sei es nun „Tipps für Einsteiger“, Marketing oder das Schreiben selbst. Die Fülle an Informationen hat mich anfangs fast erschlagen, aber da der Autor sein Wissen in gut verständlichen Häppchen aufarbeitet, fand ich mich schnell zurecht.

Lesetipp 2: Vom schreiben leben

Sehr begeistert bin ich von der positiven Ausstrahlung der Autorin Annika Bühnemann, die ihre Vision auf ihrer Seite „Vom Schreiben leben“ mit uns teilt. Sie selbst hat bereits mehrere Romane im Bereich der Romantikkomödie veröffentlicht. Einen dieser Romane lese ich übrigens gerade, aber dazu an anderer Stelle mehr. Annika ist nicht nur Autorin, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit den Möglichkeiten des Online Marketings für Autorinnen und Autoren. Ich kann jedem nur raten, sich diese fröhliche Seite einmal genauer anzuschauen. Es lohnt sich.

Darüber hinaus war ein weiterer Aspekt ausschlaggebend dafür, dass ich mein Vorhaben in die Tat umsetzte:

3. Ich arbeitete mit Methode.

Zwei Dinge machten mir besonders Sorge, als ich den Entschluss fasste, mich an das Roman-Format zu wagen. Ich fürchtete

  • den roten Faden zu verlieren und außerdem
  • meinen inneren Schweinehund nicht in den Griff zu bekommen.

Doch für beide Punkte habe ich eine Lösung gefunden, die für mich wunderbar funktioniert.

Punkt 1: Wie du den roten Faden nicht verlierst

Es ist sinnvoll, die Handlung eines Romans vorab zu planen, auch wenn beim Schreiben die eine oder andere Idee dann noch dazu kommt. Um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen, habe ich zunächst ein sehr ausführliches Exposé entwickelt und daraus dann eine mehrseitige Kapitelabfolge erarbeitet, in der ich genau beschrieb, was in welchem Kapitel geschehen soll.

Liebesromane folgen einem bestimmten dramaturgischen Muster. Man kann davon abweichen, aber wenn man das tut, sollte es bewusst geschehen und in Kenntnis darüber, wie das Muster üblicherweise funktioniert. Zur Orientierung hilft es aber am Anfang, sich zunächst an das Muster zu halten. Vereinfacht könnte man es folgendermaßen zusammenfassen:

  • A und B treffen sich, sie sind füreinander bestimmt.
  • Schwierigkeiten bringen A und B auseinander.
  • A und B schaffen es, die Schwierigkeiten zu überwinden und kommen zusammen. Happy End. <3

Worin die Schwierigkeiten bestehen und wie sie dann überwunden werden können, ist der Fantasie des Autors überlassen. Je nach Komplexität der Geschichte ergeben sich meist schon aus diesen ersten Überlegungen weitere Kapitel, die für den Ablauf wichtig sind. Glaube mir, je besser du eine Geschichte vorab planst, desto eher wird es dir auch gelingen, den roten Faden im Blick zu behalten.

Punkt 2: Wie du deinem Schweinehund begegnen kannst

Um mir den Druck zu nehmen, auf der anderen Seite aber auch nicht zu lax an die Sache heranzugehen, habe ich mir selbst ein tägliches Pensum verordnet, das ich in Worten gerechnet schaffen wollte. Dafür habe ich mir zunächst Gedanken darüber gemacht, wie viel Zeit ich realistisch betrachtet am Tag für das Schreiben zur Verfügung habe. In meinem Fall habe ich mich dann für eine Wörterzahl von 1.600 Worten entschieden. Du solltest dich aber nicht daran orientieren, sondern an deinen eigenen Möglichkeiten.

Für mich hat das in aller Regel gut geklappt, denn ich habe das Schreiben fest in meinen Tagesablauf eingeplant. Sicher, es gibt Tage, da klappt irgendwie gar nichts, an anderen habe ich unerwartet andere Termine reinbekommen und habe daher nicht ein einziges Wort an meinem Roman weitergeschrieben. An wieder anderen flossen mir die Worte nur so aus den Fingern und ich hatte plötzlich, ohne es zu merken, viel mehr geschafft, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Entscheidend ist es, eine Struktur zu schaffen, die für dich funktioniert. Auch ein kleines Zeitfenster führt zum Erfolg, wenn du dich an deinen Plan hälst.

Ein wichtiges Tool dabei ist für mich der Tomato-Timer geworden, eine virtuelle Uhr, die dir für deine Arbeit 25-Minuten-Eiheiten vorgibt. Wenn du ihn aktivierst, bekommst du nach 25 Minuten ein Signal für eine Arbeitspause. Deine Pausen kannst du dann entweder in 5- oder in 10-Minuten-Intervalle aufteilen. Nach jeder Pause geht es mit der nächsten 25-Minuten-Arbeitseinheit weiter. Mir gefällt dieses Tool sehr gut, da ich festgestellt habe, dass 25 Minuten eine gute Zeit sind, um in einen Arbeitsrythmus zu kommen. Außerdem hilft dir der Timer, auch deine Pausen nicht zu vergessen. Die sind wichtig, um kreativ zu bleiben und sich zwischendrin zu erholen.

Und wie ist es bei dir? Welche Tricks haben dir beim Durchhalten geholfen? Ich würde mich sehr über Tipps von dir freuen! 🙂

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