Ich bin eine bekennende Leseratte. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens ein Buch in der Hand habe und ein paar Seiten lese. Für mich bedeutet das Achtsamkeit pur. Dabei mache ich weder vor Ratgeberliteratur noch Belletristik halt. Ganz besonders mag ich allerdings gut geschriebene Liebesromane.

Lesen entspannt

Ich finde, Liebesromane sind Streicheleinheiten für die Seele. Zugegeben, im echten Leben gibt es nicht immer ein Happyend. In den meisten Liebesromanen schon. Es gibt sicher Menschen, die eine solche Passion deswegen als Weltflucht bezeichnen würden.

Aber selbst wenn die Lektüre hilft zu entspannen, dann frage ich mich: Was ist schon dabei? Es gibt viele gute Gründe, um Liebesromane zu lesen.

Gute Gründe, um zu lesen

Zum Beispiel:

  • Um zu lernen: Da ich mich selber im Genre des Liebesromans versucht habe, kann ich mir von anderen Autoren sicher eine Menge abgucken. Zwar bewege ich mich eher im Bereich Groschenroman und leichte Unterhaltung, aber die Dramaturgie guter Romane ähnelt sich schließlich in jedem Genre.
  • Um mich abzulenken und unterhalten zu lassen: Mein Berufsalltag ist häufig stressig, da tut so eine kleine Weltflucht wirklich gut!
  • Um Dinge zu erleben, die ich sonst nicht erleben könnte: Das eigene Leben ist zu kurz. Natürlich solltest du im Grunde jede Gelegenheit nutzen, um aus dem Alltag auszubrechen. Allerdings würden vermutlich für meine Bucketlist nicht einmal sieben Leben reichen. In Büchern kann ich wenigstens in der Fantasie einiges ausprobieren.
  • Um mich zu spüren: Es mag seltsam klingen, denn Ablenkung klingt eigentlich danach, dass sich jemand gerade nicht mit sich selbst auseinandersetzen möchte. Für mich hat es allerdings sehr viel mit Achtsamkeit zu tun, mir beispielsweise am Wochenende bewusst Zeit zum Lesen zu nehmen. Ich nenne es meine Qualitytime.

Lesen bis zum Flow

Nicht selten gerate ich beim Lesen sogar regelrecht in einen Flow. Das ist ein Zustand, bei dem du den Eindruck hast, vollkommen eins mit deiner momentanen Tätigkeit zu sein. Nichts lenkt dich ab, du hast absolut das Zeitgefühl verloren.

Wenn mir dieser Zustand der Achtsamkeit gelingt, bin ich hinterher meist wie beseelt und finde nicht sofort wieder in die Realität zurück. Manchmal fühle ich die Romanfiguren derart intensiv, dass ich sie beinahe vor Augen habe.

Die perfekte Mischung

Diese Erlebnisse sind mir sehr wertvoll. Wenn es einem Buch gelingt, mich derart zu fesseln, zehre ich auch lange nach der Lektüre noch davon. Oft halte ich es anschließend noch eine Weile in den Händen, wenn ich es ausgelesen habe, weil ich mich noch nicht trennen kann.

In der Regel braucht es eine gute Mischung aus sympathischen Hauptfiguren, einer bildgewaltigen Sprache und einer spannenden Story, um diesen Effekt zu erzielen. Vielleicht kennst du diesen Zustand, den ich gerade beschrieben habe.

Bei welchem Buch hast du vollkommen die Zeit vergessen? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

 

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