Jeder von uns möchte geliebt werden. Und jemanden lieben! Als Autorin von Liebesromanen beschäftige ich mich immer wieder damit, was in meiner Protagonistin vorgeht, wenn sie das erste Mal auf den Richtigen trifft – oder wenn es nach einigen Treffen plötzlich funkt.  Doch wie fühlt sich  Liebe an?

Wenn die Schmetterlinge im Bauch Tango tanzen

Herzklopfen, die berühmten Schmetterlinge im Bauch oder Schweißausbrüche und hilfloses Stammeln? Verliebtsein hat viele Gesichter. Tatsächlich schüttet das Gehirn von Verliebten derart viele Botenstoffe aus, dass man meinen könnte, sie stünden unter Drogen. Und das tun sie ja auch, es sind körpereigene Drogen, die uns alles rosarot sehen lassen.

In dieser Phase sehen wir über Vieles hinweg, die Schwächen des geliebten Menschen verschwinden aus unserer Wahrnehmung, wir sehen allein seine guten Seiten. Jedes seiner Worte erscheint uns poetisch, jede Geste elegant und kernig und die unmöglichsten Klamotten finden wir an ihm himmlisch.

Typische Anzeichen von Verliebtheit sind:

  • das Kribbeln im Bauch, wenn der geliebte Menschen anwesend ist,
  • dass sich dein Denken nunr noch um ihn/sie dreht,
  • der Wunsch, so viel zeit wie möglich mit ihm/ihr zu verbringen,
  • dass ihm/ihr der erste Gedanke des Tages gilt und du auch vor dem Einschlafen an ihn/sie denkst,
  • dass andere dich plötzlich null interessieren,
  • dass du dir eine gemeinsame Zukunft ausmalst,
  • die Sprachlosigkeit, die dich überfällt, wenn sie/er mit dir spricht,
  • Zittern, schwitzende Hände und Herzrasen,

Ich bin überzeugt davon, dass man sich im ersten Moment in einen anderen Menschen verlieben kann. Allerdings fände ich es zu früh, direkt von Liebe zu sprechen. Warum? Weil Liebe für mich in gewisser Weise bedingungslos ist. Das bedeutet, den anderen mit all seinen Facetten – eben auch seinen Schwächen – zu akzeptieren und zu lieben.

Wahre Liebe geht tief

Wahre Liebe geht noch ein paar Schichten tiefer als oberflächliches Gestammel und rote Wangen. Wirkliche Liebe ist mit Worten kaum zu beschreiben, das macht es einer Liebesromanautorin schwer. Sprachlich kann ich mich nur annähern, ich kann Bilder verwenden und so Assoziationen in meinen Lesern wecken, die sie an eigenes Erleben erinnert oder ihre Sehnsucht anregt. Was ich allerdings sehr gut zeigen kann, ist, wie sich meine Figuren zueinander verhalten.

Wer sich zugetan ist, der wird alles dafür tun, dass es dem anderen gut geht. Für mich als diejenige, die Vorgänge in einem Buch beschreibt, lautet die Frage also weniger: Wie fühlt sich Liebe an? Im Zentrum steht die Frage: Wer tut wann was für wen? Ist das Verhalten meiner Figur schlüssig, sodass meine Leser spüren, was mit ihr los ist?

Wie geht Liebe im Roman?

Genau dieses Thema beschäftigt mich gerade. Ich würde mich freuen, wenn du deine Gedanken zur wahren Liebe mit mir teilst. Kennst du Liebesgeschichten, die dich sprachlich umgehauen haben? Welche Liebesromane fandest du besonders gelungen?

 

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