„Ich weiß es nicht, doch ich frag‘ es mich schon, wie hast du mich gefunden? Einer von 80 Millionen“, singt Max Giesinger in seinem Hit. Tatsächlich stellt sich auch mir manchmal diese Frage: Es gibt bald 7,5 Milliarden Menschen auf dieser Erde. Wie ist es da möglich, den Einen zu finden, der wirklich zu dir passt?

Wie wahrscheinlich ist es, dass du auf deinen Traumtypen triffst? In Liebesromanen gibt es meist keinen Zweifel daran, welche beiden Figuren eigentlich von Anfang an füreinander bestimmt sind. Genau genommen wünschen wir es uns als Leser sogar, dass diese beiden in jedem Fall – wenn auch verbunden mit einigen Schwierigkeiten – ein gemeinsames Happyend erleben. Das echte Leben sieht solche Wendungen allerdings nicht immer vor.

Was kommt nach dem Happyend?

Im Gegenteil: Manchmal kommt es uns so vor, als habe sich das ganze Universum gegen uns verschworen und die gesamte Menschheit habe nichts Besseres zu tun als uns Steine in den Weg zu legen. Der Angebetete ist bereits vergeben oder stellt sich im Nachhinein als rücksichtsloser Charakter heraus. Alles, was du bislang in ihm gesehen hast, löst sich in einen undurchsichtigen Nebel auf. Oder der Alltag holt euch ein. (Das ist der Teil, der in Liebesromanen nach dem Happyend grundsätzlich ausgespart wird.)

Was also tun, um die wahre Liebe zu finden und wirklich und wahrhaftig glücklich zu werden? Zahlreiche Ratgeber ranken sich um dieses Thema. Da gibt es Tipps unter dem Motto „Wie du deine große Liebe erkennst“ oder „10 Eigenschaften der wahren Liebe“. Aber ist es wirklich so einfach? Ich glaube daran, dass es möglich ist, einen Menschen zu finden, der gut zu einem passt. Allerdings bin ich auch davon überzeugt, dass es nicht nur diesen Einen, sondern mehrere potenzielle Partner gibt.

Wahre Liebe ist Einstellungssache!

Ich denke, „wahre Liebe“ ist bis zu einem gewissen Grade Einstellungssache. Schaffe ich es, meinen Partner anzunehmen wie er ist, ohne überhöhte Erwartungen und ohne zuviel auf ihn zu projizieren, was gar nichts mit ihm zu tun hat? Begegnen wir uns auf Augenhöhe oder fühle ich mich abhängig von ihm auf ungesunde Weise? „Liebe ist die Abwesenheit von Angst“, habe ich einmal gelesen – ich weiß nicht mehr wo. Für mich bedeutet das, mich zeigen zu können, wie ich bin. Nicht mehr und nicht weniger.

Stellt sich also die Frage: Was ist wahre Liebe überhaupt? Der totale Überschwang, Schmetterlinge im Bauch, die nicht mehr aufhören zu tanzen? Oder doch eher ein warmes, wohliges Gefühl, das mich zufrieden macht? Möglicherweise beides. Liebe hat viele Gesichter. In jedem Fall werde ich sie nur dann erleben können, wenn ich bereit bin, mich auf die Begegnung mit ihr einzulassen.

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Was ist deine Meinung zu der wahren Liebe? Ist sie dir bereits begegnet? Wie würdest du sie beschreiben? Schreibe es mir in die Kommentare!

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